Im Elephantencamp

What’s a Wat
January 9, 2008
Buddhas, Chedis und Prangs
January 14, 2008

Lampang, 6. bis 8. Januar 2008

Mit einem Tuktuk fuhren wir zur Busstation von Chiang Mai. Mit unseren beiden grossen Rucksäcken wurde es grad etwas eng auf dem kleinen Gefährt..Am Busbahnhof angekommen, erkundigten wir uns nach Bussen Richtung Lampang. War überhaupt kein Problem – wir wurden gleich zu einem wartenden Bus geschickt und nach kurzer Zeit ging’s auch schon los..

Nach eineinhalb Stunden kamen wir in Lampang an, wo uns die Songthaewfahrer schon bestürmten.. Ein „Songthaew“ ist eigentlich eine Art Pick-up mit zwei Bänken und einem Dach hintendrauf und ist so eine Art Sammeltaxi. Unser Songthaew fuhr gleich bei unserem Hotel, dem „Asia Lampang“, vorbei. Das Hotel gefiel uns sehr gut und wir hatten ein grosses, helles und sauberes Zimmer.

Nach dem Zimmerbezug machten wir uns auf die Suche nach etwas Essbarem und irrten ein bisschen herum. Da Sonntag war, und viele Restaurants und Geschäfte geschlossen hatten, war die Auswahl nicht sehr gross. Wir fanden ein typisches Thaibeizli mit Plastikstühlen und Neonbeleuchtung – in R’s Süppchen schwamm zwar eine Fliege und T’s Schweinefleisch liess sich fast nicht essen, aber für den gröbsten Hunger reichte es.

Danach „charterten“ wir einen Songthaewfahrer, der mit uns zum „Wat Phra That Lampang Luang“ fuhr. Die Fahrt dauerte ca. eine halbe Stunde. Dieser Wat gilt als einer der schönsten und interessantesten Tempel von Thailand. Und wirklich, der Wat hatte einige sehr eindrückliche und spezielle Gebäude und Tempel, die mehrere uralte Buddhas beherbergen, von denen einige offenbar auch aus Ceylon stammen.

Der Wat war sehr gut besucht, von asiatischen Touristen (Buddhisten) wie auch von einheimischen Pilgern. Für uns ist es vorallem auch immer interessant, dem für uns exotischen Treiben in den Tempeln zuzuschauen: Da werden Räucherstäbchen, Kerzen, Pflanzen und andere Opfergaben gekauft, um sie einem Buddha zu opfern, oder einem der Mönche wird ein Couvert mit einer Spende zugesteckt, für die es dann eine Prozession rund um den Chedi (die Stupa) gibt. Wir können meistens nur erahnen, welche Buddhas welche Bedeutung haben, aber man merkt ziemlich gut, welche für die Buddhisten am heiligsten sind.

p1064888.JPG

img_6110.JPG

img_6126.JPG

Auf der Suche nach einem Beizli fürs Abendessen liefen wir mitten in einen wunderbar interessanten und friedlichen Nachtmarkt. Wir spazierten da gleich ein bisschen rum, assen Spiessli bei einem der vielen Grillstände und kauften Bananenmuffins zum Dessert.

Am nächsten Morgen standen wir früh auf, damit wir um 9.45 im „Elephant Conservation Center“  dem morgendlichen Bad der Elefanten zuschauen konnten. An der Busstation fanden wir zwar gleich den richtigen Bus, doch als der auch um 9.30 noch nicht abgefahren war, wussten wir, dass wir das Elefantenbad und vermutlich auch die erste Show verpassen würden.

Um 10.15 kamen wir endlich an und sahen gleich noch die Hälfte der Elefantenshow. Zum Glück  gab’s aber um 11.00 Uhr auch nochmal eine und um 1.15 durften die Elefanten auch nochmals  ins Wasser.. – da waren wir wieder beruhigt.

In Asien gibt es noch ca. 4000 Elefanten, die früher als Arbeitstiere eingesetzt worden sind und von den Thais sehr geschätzt und fast als heilig verehrt wurden. Nachdem 1989 das Abholzen von Wäldern verboten und die Elefanten durch Maschinen ersetzt wurden, ergab sich für die Dickhäuter und deren Mahouds (Besitzer, Pfleger) plötzlich ein Existenzproblem. Viele Mahouds setzten ihre Elefanten im Tourismus ein, liefen beispielsweise durch Pattaya, wo Touristen für Fotos mit den Tieren bezahlten. Die Elefanten litten darunter, waren aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen und wurden krank.

Inzwischen gibt es mehrere Elefantencenter, in denen die Tiere ein Zuhause gefunden haben  Das in Lampang soll eines der besten sein und beherbergt ca. 100 Elefanten. Es ist eigentlich alles ein bisschen teurer hier als sonst im Vergleich in Thailand. Aber die Besucher, die hierherkommen, sind gerne bereit, etwas mehr zu bezahlen, da der ganze Erlös den Tieren zugute kommt.

Die Show war gut und witzig gemacht. Zu Beginn wurde jeder der ca. 20 Elefanten vorgestellt und verbeugte sich auf seine Art. Dann spielten sie mit Bambusstäbchen ein kurzes Liedchen und es wurde gezeigt, auf welche Weise und mit welchen Techniken die Tiere für Holzarbeiten eingesetzt wurden.. Zwei Elefanten betätigten sich auch künstlerisch und malten mit ihrem Rüssel ein abstraktes Bild. Wir haben grad eins dieser Kunstwerke (Wasserfarbe auf Elefantendung-Papier) gekauft, nämlich das von Aet, einem Bullen mit einem sehr ansprechenden Malstil:-))

Am Schluss konnte man die Elefanten mit kleinen Bananen und Zuckerrohr füttern. Sie waren recht gierig, aber die Viecher müssen ja auch jeden Tag eine Unmenge an Futter verputzen..

p1074975_1.JPG

p1075010.JPG

p1074962.JPG

Um ein Uhr wurden die grauen Riesen nochmals gebadet. Mit ihren Mahouds auf dem Nacken trotteten sie freudig ins kühle Nass und legten sich gleich unters Wasser, sodass nur noch der Rüssel und der dicke Bauch rausschaute. Soooo friedlich. Hier hätte man auch die Möglichkeit, einen sogenannten „Homestay“ zu machen, bei dem man zwei/drei Tage mit den Tieren arbeiten kann, aber jeweils auch bei den Shows mitmachen muss.

p1075018.JPG

Anschliessend besuchten wir das Elefantenhospital, offenbar das einzige seiner Art. Dieses beherbergt den berühmten „Motala“, ein Elefant, der seinen Fuss in einer Landmine verloren hat. Ein anderer Patient ist der Elefanten-Teenie „Mosha“; auch er ein Landminen-Opfer. Sein Fuss ist schon sehr gut geheilt, aber er kann nur noch auf drei Beinen gehen. Und dann hatte es noch einen winzigkleinen Babyelefanten, ca. einen Monat alt. Sooooooo härzig!

Um danach nach Lampang zurückzukehren, warteten wir am Highway in einem Hüttchen, von dem wir annahmen, dass es ein Busstop war, und winkten einigen Bussen, bis schlussendlich einer hielt, der uns bis Lampang mitnahm. Lampang scheint nicht wirklich ein Ort zu sein, in den es viele Touristen verschlägt – wir schienen für viele eine ziemlich ungewohnte Erscheinung zu sein..

Tom
Tom

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Translate »