
On the Wild Side
June 27, 2023
Mountain High and Valley Low
June 29, 2023Mit sechs Tagen Aufenthalt in San Francisco hatten wir unserer Meinung nach eigentlich mehr als genug Zeit eingerechnet, insbesondere, da die Anzahl grosser Sehenswürdigkeiten einigermassen überschaubar ist und auch die Distanzen nicht allzu gross sind (wobei in San Francisco weniger die Distanzen, sondern vielmehr die Höhenmeter die Herausforderung sind). Da wir aber noch andere ‘ToDos’ wie Haare schneiden bzw. Mani-/Pediküre, Wäsche waschen, Paket mit überflüssigen Kleidern etc. in die Schweiz schicken und auch ein bisschen shoppen auf der Liste hatten, konnten wir die Zeit schlussendlich sehr gut gebrauchen. Zudem investierten wir mindestens noch einen halben Tag, um unseren nächsten Roadtrip in Australien zu planen. Nach intensiver Recherche fanden wir endlich einen geeigneten Campervan für die Strecke von Perth nach Broom. Aber dazu mehr zu gegebener Zeit und nun zurück zu Frisco.
San Francisco hat einen ganz anderen ‘Groove’ als New York. Alles scheint ein wenig entspannter und weniger hektisch zu sein – das kann aber auch mit dem tendenziell wärmeren kalifornischen Wetter oder auch der eher anstrengenden Anordnung der Strassen (sehr steiles Auf und Ab) zusammenhängen. Während New York einen dynamischen, modernen Eindruck hinterlässt, hat San Francisco eher einen leicht abgetakelten Charme – schliesslich ist es auch eine der ältesten Städte der USA. Es begegnen einem auch viele ‘bunte Vögel’. Nicht umsonst gilt die Stadt als Epizentrum der weltweiten LGBTQ-Community. An unserem letzten Tag war zufällig auch gerade noch die Pride Parade – eine Art Love Parade mit Zehntausenden von Zuschauern – interessant und recht schrill – v.a. auch die sehr unterschiedlichen Zuschauer.
Natürlich besuchten wir auch die klassischen San Francisco ‘Must Dos’
Lombard Street: Die kurvenreichste Strasse der Welt (oder zumindest von San Francisco). Ein Tourimagnet, bei dem es eigentlich nicht wirklich viel zu sehen gibt. Viele Leute und viele Autos …
Chinatown: Offenbar das älteste Chinatown in der USA. Viele Souvenir Shops und Restaurants. Wir genossen ein feines Zmittag in einem typischen Hong Kong-Style Restaurant mit gesprächsfreudiger Besitzerin.
Fishermans Wharf mit Pier 39: Seehr touristisches und überfülles Hafenquartier, wo es aussieht wie im Europapark – auch wieder viele Tourishops und Beizen. Der Pier 39 ist berühmt geworden, weil sich dort eine Kolonie von Seelöwen permanent niedergelassen hat. Den Riesenviechern aus der Nähe zuzuschauen ist trotz der Menschenmassen aber sehr amüsant.
Golden Gate Bridge / Crissy Field Park: Am Samstag fuhren wir mit dem Bus zum Crissy Field Park. Eine Art Naherholungsgebiet, wo die Leute am Wochenende picknicken und grillieren. Eine ca. 2-Meilen lange Strandpromenade führt direkt unter die Golden Gate Bridge und noch weiter.
Coit Tower: Ein 64 Meter hoher Aussichtsturm auf dem Telegraph Hill mitten in San Francisco. Grandioser Ausblick auf Downtown und den Financial District mit den Hochhäusern.
Alcatraz: Die berühmte Gefangenen-Insel haben wir nur aus der Ferne bestaunt.
Als krönenden Abschluss unseres SF-Besuches besuchten wir noch ein Theaterstück. Um ehrlich zu sein, stand ein Theaterbesuch nicht wirklich auf unserer Wunschliste. Aber da bei unserem Hotel gleich noch ein Kleintheater – das ‘Playhouse’ – angegliedert war, benutzten wir die Gelegenheit und buchten zwei Sitze für die Sonntagnachmittag-Vorstellung von ‘A Chorus Line’. Das Stück war teilweise ein wenig langatmig, aber insgesamt eine tolle Vorstellung mit super Tänzern/Sängern/Schauspielern.
Wir haben den Aufenthalt in Frisco sehr genossen – es war spannend und doch auch entspannt. Wir haben fein gegessen, interessante Menschen getroffen und wieder viel Neues gesehen. Nun kommt mit Hawaii ein Szenenwechsel, auf den wir sehr gespannt sind.