Paragon und Patpong

Bangkok, 28. bis 30. Januar 2008

Der Flug nach Bangkok verlief problemlos und für einmal genossen wir es nach dem ungemütlichen Wetter in Hanoi geradezu, dass uns dort das typische feuchtwarme Klima empfing. Mit Airport-Shuttlebus und Taxi erreichten wir nach kurzer Zeit auch schon das „Charlie House-Guesthouse“, unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte. Wir sind nun eben schon alte Hasen, was Bangkok anbetrifft:-))

Das Guesthouse liegt ganz in der Nähe der Lumphini Metrostation in der Silom Gegend. Bei unserem zweiten Besuch in Bangkok wollten wir uns mal eine andere Gegend etwas genauer ansehen. Erst machten wir aber ein Nickerchen – der Temperaturunterschied zu Hanoi hat uns schon ein wenig zugesetzt. Unsere Zugtickets für den Nachtzug nach Chiang Mai, die wir online bestellt hatten, waren ebenfalls schon im Guesthouse angekommen – war also alles paletti..

Gegen Abend spazierten wir durch den nahegelegenen Lumphinipark. Ein schöner Park mit zwei Weihern, vielen Joggern und mehreren Outdoor-Gyms mit muskelbepackten Thais, die da schweissgebadet Gewichte stemmten – mit dem typischen „Dul-X“-Geruch in der Luft. Anschliessend gingen wir ins „Brown Sugar“, eine Jazzbar, die uns ein Ami im Guesthouse empfohlen hatte. Ein guter Tipp: Eine junge thailändische Jazzband legte ab 22.00 Uhr voll los und es gefiel uns dermassen, dass wir doch wirklich erst um 2.00 Uhr ins Bett gingen –  etwas, das auf unserer Reise bisher äusserst selten vorkam..:-)

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Prompt schlug am anderen Morgen der Kater zu ;-o. Wir machten uns deshalb erst so gegen Mittag auf den Weg zur Hauptpost, um dort ein „Post-Restante“-Päckli von R’s Schwester abzuholen – eine neue Lieferung Antibrumm! Es war wirklich angekommen und hatte sogar noch feine Schöggeli drin. Mmmmh! Gleichzeitig schickten wir wieder ein Paket mit Souvenirs aus Kambodscha und Vietnam nach Hause.

Immer noch leicht angeschlagen vom Vorabend, beschlossen wir, es gemütlich zu nehmen und fuhren mit Taxi/Skytrain zum riesigen Paragon Shoppingcenter und schauten uns im topmodernen Multiplex-Kino einen Film an. Frisch erholt machten wir am Abend noch einen Abstecher nach Patpong, dem berühmt berüchtigten Rotlichtbezirk, mit seinen zahlreichen Sexshops, Gogobars und Pingpongshows..
Davon abgesehen, bietet die Gegend aber auch was für Nicht-Sextouristen: Es hat einen grossen und interessanten Nachtmarkt v.a. auch bekannt für gefälschte Taschen, die manchmal sogar besser sein sollen als die Originale..

Am nächsten Tag packten wir bereits wieder zusammen. Wir deponierten unser Gepäck im Hotel und fuhren in ein anderes Mega-Shoppingcenter, das  „MBK“. Dort schlemmten wir in einem Fast-Food Dimsum-Restaurant, das wir schon beim ersten Bangkok-Besuch entdeckt hatten. Und da wir eigentlich nur noch warten mussten, bis unser Nachtzug fuhr, gingen wir dort gleich nochmal ins Kino.

Mit Metro und Skytrain fuhren wir wieder ins Hotel, holten unsere Rucksäcke und liessen uns mit einem Taxi zum Hauptbahnhof bringen. Die Taxis sind sehr günstig in Bangkok. Von Gesetzes wegen müssen die Fahrer den Taxometer einschalten. Der Preis berechnet sich jedoch nach Distanz und nicht nach Zeit. Weil die Taxifahrer aber nicht sehr viel verdienen, versuchen sie ab und zu immer noch, einen Fixpreis auszuhandeln. Vorallem für weite Strecken, bei denen sie genau wissen, dass sie die meiste Zeit im Stau stehen. Wenn man aber den Kopf schüttelt und auf den Meter zeigt, geht das meistens ohne Probleme.

Der Hauptbahnhof von Bangkok wurde vor nicht allzu langer Zeit renoviert und sieht recht gepflegt aus. Da die thaIländische Bahn nur Dieselloks hat, sieht die Gleishalle, wo all die wartenden Züge stehen, ganz verrusst aus und es hängt ein übler Dieselgeruch in der Luft. Da wir noch etwas zu früh dran waren, setzten wir uns in der zum Glück abgetrennten Bahnhofshalle in ein Restaurant und schauten dem geschäftigen Treiben zu. Es hatte sehr viele Touristen und Backpackers. Chiang Mai, die kambodschanische Grenze oder Südthailand sind beliebte Zugs-Destinationen. Unser Zug fuhr um 19.35 ab und sollte um 9.45 am Morgen in Chiang Mai sein.

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Schon beim letzten Besuch in Chiang Mai hatten wir entschieden, dass wir nochmal hierher zurckkehren wollten. Chiang Mai hat uns sehr gut gefallen. Von hier können wir auch noch einige Sachen unternehmen, die beim letzten Mal aufgrund der kurzen Visa-Gültigkeit nicht möglich waren. Unter anderem haben wir zwei Plätze in einem Meditationscenter in einem buddhistischen Tempel gebucht. Am 3. Februar checken wir dort ein und bleiben bis am 9. Wir sind schon ganz gespannt darauf. Ipod, Laptop etc. sind nicht erlaubt, da diese ablenken könnten. Deshalb sind wir während dieser Zeit auch nicht online :-) Männer und Frauen schlafen getrennt, man muss Insektenschutzmittel mitnehmen, da der Buddhismus das Töten von Tieren (auch Mücken) verbietet und nach dem Mittagessen darf bis am nächsten Morgen keine feste Nahrung mehr eingenommen  werden ;-o

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