rising – falling – sitting – touching…

Chiang Mai, Doi Suthep Wat Phrathat, 30. Januar bis 9. Februar 2008

Bei unserem zweiten Besuch in Chiang Mai hatten wir zwei grosse Ziele: Ein Mediations- und ein Kochkurs.

Bevor wir uns aber in die Abgeschiedenheit des buddhistischen Klosters „Doi Suthep“ zurueckzogen, genossen wir noch zwei entspannte Tage in Chiang Mai, die wir vor allem mit dem Organisieren des Indien-Visas und dem Besorgen weisser Meditationsbekleidung verbrachten. Letztere kauften wir auf dem Nightmarket, wo das Einkaufen immer total Spass macht, weil die Haendler/innen meistens ganz witzig und feilschfreudig sind.

Am spaeteren Vormittag des 3. Februars brachte uns ein Songthaew zum Wat Doi Suthep, das ca. 30 Minuten von Chiang Mai entfernt auf einem Huegel liegt. Dort angekommen, fuhren wir mit einer Mini-Standseilbahn noch weiter den Berg hinauf, direkt ins Kloster hinein. Ziemlich nervoes und gespannt, was denn da so auf uns zukommen wuerde, fanden wir uns im „International Buddhism Center“ ein, um fuer den 7-taegigen Mediationskurs „einzuchecken“.

„Khamsay“, ein 30-jaehriger Moench begruesste uns und hiess uns mit einem leisen Stimmchen Willkommen. Als Erstes wies er uns gleich unsere Zimmer im Maenner-, bzw. Frauentrakt (die uebrigens weit voneinander entfernt sind) zu und zeigte uns die Mediationsraeume und den Essbereich.

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Nachdem wir die Zimmer (ein einfacher Raum mit einem Stuhl, einem gaaanz duennen Maettchen am Boden und drei schoen warmen Wolldecken) bezogen und uns in unsere weissen Mediationskleider geworfen hatten, machte Khamsay eine kurze Einfuehrung in die „Vipassana“ Meditationstechnik. Um fuenf Uhr gab es eine „Opening Ceremony“, in der wir von unserem „Teacher“ mit „chanting“ und Raeucherstaebchen etc. offiziell in den Kreis der Meditationsschueler aufgenommen wurden.

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Der Tagesablauf fuer die naechsten sechs Tage sah in etwa so aus:
– 5.00 Uhr Tagwache
Meditation
– 6.30 Uhr Fruehstueck
Meditation
– 8.00 Uhr Dhammatalk (30-minuetige „Vorlesung“, bei der uns der Teacher die buddistische Philosophie etwas naeher brachte)
Meditation
– 11.00 Uhr Mittagessen (und damit die letzte feste Nahrung bis zum naechsten Fruehstueck!)
Mediation
– 15.00 Uhr Report an den Teacher, wie der Tag so verlaufen war und ob man mit der
Meditationstechnik irgendwelche Probleme hat.
Meditation
– 21.30 Uhr Nachtruhe

Und somit waren wir mehr oder weniger uns alleine ueberlassen. Der erste Tag war ganz schoen hart. Nicht sprechen, keine Musik hoeren, nicht lesen usw. Aber waehrend den naechsten Tagen gewoehnten wir uns daran (sogar an den Futterstopp nach 11 Uhr :-) Ausserdem wurde das Sprechverbot innerhalb der Gruppe ziemlich locker gehandhabt – wir lernten noch nie soviele Leute kennen wie im Meditationscenter ;-). Unsere Gruppe bestand aus 10 bis 20 Personen, davon zwei Drittel Maenner. Die meisten waren gekommen, um den 21-taegigen Grundkurs zu absolvieren, was eine ziemliche Herausforderung ist, v.a. weil man waehrend den letzten vier Tagen und Naechten das Zimmer nicht verlassen und nicht schlafen darf!

Abgesehen von den doch sehr eintoenigen Stunden, genossen wir die Stille, die klare Luft, das schoene Kloster, die herrliche Aussicht auf Chiang Mai .. und das meistens sehr feine vegetarische Essen. Obwohl uns die relative kurze Zeit im Kloster wohl kaum auf eine hoehere Geistesebene gebracht hat, war es eine sehr lehrreiche und interessante Erfahrung, von der wir sicher auch in Zukunft profitieren koennen.

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Nachdem wir uns nochmals im Lai Thai Guesthouse in Chiang Mai einquartiert hatten, gingen wir unser zweites Ziel an, naemlich einen Thai-Kochkurs zu absolvieren. Nach kurzer Internetrecherche reservierten wir zwei Plaetze bei der Kochschule „A lot of Thai“. Am uebernaechsten Tag wurden wir um 9:00 beim Guesthouse abgeholt und mit einem klassischen, alten, hellblauen VW-Bus zusammen mit einer Familie aus Kalifornien (mit zwei kleinen rothaarigen Zwillingsmaedchen) zur Kochschule, bzw. zum Haus unserer Kochlehrerin gefahren.. Unsere Kochklasse bestand aus sieben AmerikanerInnen und wir zwei Schweizern. Das „Klassenzimmer“ befand sich draussen auf einer Art gedeckten Veranda, wo jeder seinen eigenen Kochplatz mit Gasherd und Wok bekam. Im Gesamten kochten wir sechs verschiedene Menus:

Pad Thai (Fried Noodles Thai Style)
Green Curry
Tom Yam Gung (Sour Soup with Prawns)
Spring Rolls
Stir Fried Chicken with Cashew Nuts
Sticky Rice with Mango (Dessert)

Zwischendurch besuchten wir einen lokalen Markt, wo uns unsere Lehrerin die verschiedenen Zutaten, Gewuerze etc. erklaerte. Die Gerichte sind uns ziemlich gut gelungen – wobei es natuerlich sehr hilfreich war, dass die verschiedenen Zutaten in der richtigen Menge jeweils bereits fuer uns vorbereitet wurden. Aber auf unsere Fruehlingsrollen waren wir doch ein wenig stolz ;-)

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Kochschulen hat es in Chiang Mai im Ueberfluss und es war nicht ganz einfach, uns fuer eine zu entscheiden. Mit der von uns besuchten Kochklasse (www.alotofthai.com) haben wir gluecklicherweise einen Volltreffer gelandet. War alles sehr professionell, sauber, verstaendlich und doch familiaer und persoenlich – koennen wir nur empfehlen!

Nach all der Kocherei und v.a. auch Esserei ;-o waren wir ziemlich geschafft. Dennoch marschierten wir am Abend noch einmal los, um auf dem Nightmarket auf Souvenir-Jagd zu gehen und uns ein paar Sachen zu besorgen, die wir schon lange im Auge hatten.

Da wir erst am 19.2. nach Bangkok, bzw. Hong Kong abreisen, entschlossen wir uns, fuer ein paar Tage nach Chiang Rai, ca. 3 Std. noerdlich von Chiang Mai zu reisen, um uns dort noch das „Goldene Dreieck“ etwas naeher a

nzusehen.

2 thoughts on “rising – falling – sitting – touching…

  1. Danke für euren interessanten Bericht über Wat Phrathat Doi Suthep. Ich möchte dort im Juni einen 21-Tages-Kurs belegen. Muss ich mich anmelden? Wie kontaktiere ich das IMC am Besten (Email, Telefon?).

    Wäre super, wenn ihr mir kurz antwortet. :-)

    Weiterhin eine gute Reise!

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