Fritten zum Frühstück..

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Mexico City, 19. Juli 2007

Wir schliefen sehr gut, bloss T wachte bereits um 5.00 Uhr auf und konnte nicht mehr schlafen. Wir wollten aber auch schon früh los, um die dreistündige Turibus-Tour mitzumachen.
Erst gingen wir aber frühstücken. Es war nicht ganz einfach ein Lokal zu finden, dass bereits um 8.30 Uhr geöffnet hatte. Im einzigen, das wir in unserer Umgebung fanden, gab’s dann dafür gleich ein Frühstücksbuffet mit allem Möglichem: Frischer Orangensaft, frischer Grapefruitsaft und sonst noch ein undefinierbarer Saft, mmmmhhh, ausgezeichnet. Dann gabs Müesli, Melonen, Gemüse, Bohnenpuree, Enchilladas und Vieles mehr. ..
Und dazu nach Wunsch noch Fritten!

Beim Turibus muss man sich einreihen und warten, bis er kommt. Um 9.30 hielt es sich aber noch in Grenzen mit den Leuten. Unter der Woche zahlt man 100 Pesos (Fr. 10), kriegt ein Billet und ein rotes Armbändchen, wie ein all-inclusive Touri. Wir konnten auf dem Oberdeck sitzen und bekamen Stöpselkopfhörer mit verschiedenen Sprachkanälen. Deutsch war unerträglich, englisch dafür aber okay. Die Fahrt war sehr interessant. Wir bekamen einen Eindruck, wie gross Mexico City wirklich ist, wie lebendig und auch wie laut. Da ist nichts mit lauschigem Gartensitzplätzchen oder gemütlichem Grillieren auf dem Balkon. Trotzdem ist die Stadt total interessant und, zumindest in den Teilen, die wir gesehen haben, sehr schön zurecht gemacht mit vielfältigen, künstlerischen und architektonischen Überraschungen.

Unabhaengigkeits-Monument

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Nach zwei von drei Stunden und zunehmender Hitze auf dem offenen Oberdeck genügelte es dann T und wir wanderten zu Fuss von der Zona Rosa, dem Businessviertel zurück zum Centro Historico, wo wir wohnen.
In der Zona Rosa hat‘s zwischendurch auch Fussgängerzonen, was sehr angenehm ist bei dem vielen Verkehr. In einem kleinen Seitensträsschen assen wir Enchilladas und milanese. Milanese ist sowas wie Wienerschnitzel, aber noch viel dünner geklopft. Dazu gabs ein Zimtgetränk, das gar nicht so schlecht schmeckte. Und zu allem gibt’s immer Limetten zum drüber tröpfeln.

Nachher kauften wir noch Vitamintablettli. Wir sind ja schliesslich nicht mehr die Jüngsten. Ein Vergleich: Vitamintabletten der Marke Centrum kosten in CH rund Fr. 20.–, in Mexico rund Fr 8.–.

Kurz darauf erreichten wir den Zocalo, den riesigen Platz vor der Kathedrale. Der Platz ist so gross, dass darauf locker eine Demo und ein Konzert gleichzeitig stattfinden könnten. Er gehört übrigens zu den grössten öffentlichen Plätzen der Welt. Zwischendurch sah man Medizinmänner, die ihre Kunden mit Weihrauch-Wedeln einräucherten, um sie so zu reinigen. Verschiedene Tanzgruppen, u.a. auch traditionell-aztekische, führten ihre Künste vor. Da könnte man stundenlang zuschauen. Und immer wieder Marktstände mit den verschiedensten feinen Sachen zum Essen und Trinken. Zum Beispiel kann man selbstgemachte Chips in kleinen Säckchen haben, die mit Limettensaft beträufelt und mit einer Ketchup-Sauce übergossen werden. Sehr speziell – und wohl nicht ganz einfach zu futtern. Dann gibt’s die in Lateinamerika allgegenwärtigen frittierten Schweinshäute, die aber gar nicht so schlecht schmecken – ein bisschen wie Poulethaut, ganz knusprig.

 

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Nach dem Zocalo liefen wir zurück ins Hotel, da wir noch unseren Text fürs Internet auf dem Läbi vorbereiten wollten. Offenbar ist am Freitag Markttag, denn die ganze Calle de Brasil, an der unser Hotel liegt, war voll von kleinen, sehr interessanten Ständen mit allen möglichen Sachen. Und als wir dann schon im Zimmer waren, begann es doch wirklich zu gewittern! Wir hatten uns ja schon gewundert, da es hiess, im Juli sei Regenzeit und es regne dann sicher einmal im Tag. Aber bisher war es noch trocken geblieben. Doch jetzt leerte es richtig runter, mit Blitz und Donner, war schon fast unheimlich, wären wir nicht schon unter Dach gewesen.

Noch eine kleine Anmerkung: Wir haben noch diskutiert, wie wir unsere Einträge verfassen sollen. Ist nicht immer ganz einfach, da wir uns ja schliesslich nicht in allen Themen einig sind und gewisse Dinge ev. unterschiedlich darstellen möchten. Es könnte also vorkommen, dass bei den Einträgen jeweils Einschübe in eckigen Klammern auftauchen. Das wären dann zusätzliche Kommentare von entweder T oder R (..dies übrigens unsere Kürzel, die wir zukünftig verwenden.)

Bildli sind schon einige vorhanden – allerdings braucht es noch etwas Zeit diese aufzubereiten und hochzuladen. Aber wir arbeiten daran..

 

Nachtrag zu Blog von Mexico City: auf dem Zocalo gab es noch eine weitere „Attraktion“, die wir vergessen hatten zu erwähnen: und zwar hatte es immer wieder politische Redner, die lautstark und mit viel Publikum ihre Meinung kundtaten –  dies erinnerte uns stark an den Speakers Corner in London.

Tom
Tom

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