Feuer im Dach der Welt

Lhasa, 12. bis 18. März 2008

Der Flug nach Lhasa dauerte rund zwei Stunden. Das Einchecken auf dem Flughafen von Zhongdian war problemlos und mit Hilfe eines englischsprechenden Guides, der gleich sämtliche 8 westlichen Touristen betreute, konnten wir nach einigem Diskutieren die Passkontrolle passieren. Für Tibet braucht es ein Spezialvisum, das uns das Reisebüro besorgt hatte. Dummerweise hatten sie den Abstand an der falschen Stelle gemacht. Das hiess dann “THOMAS AND/REAS“ und zudem hatte die Zollbeamtin mit den komischen ü’s auch so ihre Probleme. Doch schliesslich war sie einsichtig und wir konnten bei wunderbarstem Wetter nach Lhasa auf 3700 müM fliegen.

In Lhasa wurden wir von unserem Guide, einem sehr sympathischen Tibeter empfangen. Während den Sommermonaten arbeitet er in Lhasa für ein Reisebüro, im Winter lebt er ca. 45 Minuten von Lhasa weg mit seiner Familie, Frau und seinem einjährigen Sohn. Der Flughafen ist rund 65 Kilometer von Lhasa entfernt. Bis vor einem Jahr musste man noch hundert Kilometer weit fahren, doch inzwischen gibt es einen drei Kilometer langen Tunnel und eine neue Strasse, womit die Fahrt wesentlich verkürzt wurde.

Bei der Einfahrt in Lhasa sahen wir schon von weitem den weltberühmten “Potala Palast“, das vor der Besetzung Tibets durch China das religiöse und politische Zentrum Tibets und Domizil des Dalai Lama war. Ein fantastischer und majestätischer Anblick! Der Palast ist gewaltig und soll 1000 Zimmer haben. Der untere Teil ist ganz in weiss und die oberen Gebäude sind weinrot und beherbergen die Gemächer des Dalai Lama, der allerdings seit 50 Jahren im Exil in Indien lebt.

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Leider hatte der Guide nicht so gute Neuigkeiten für uns: Die beiden Klöster Sera und Drepung seien geschlossen, weil die Mönche dort gegen die chinesische Besetzung protestierten. Der Potala Palast und der Jokhan Temple im Stadtzentrum seien jedoch für Besucher geöffnet – immerhin.
Untergebracht wurden wir im “Yak Hotel“, einem recht grossen, aber schönen Hotel am Anfang der Old Town, etwa 800 Meter vom Potala Palast entfernt.

Der Hunger trieb uns gleich wieder raus in die nahegelegene Altstadt, um was Essbares aufzutreiben. Wir fanden dort zwar kein passendes Restaurant, aber dafür war es sonst sehr interessant durch den lebhaften Strassenmarkt und an vielen kleinen Läden vorbei zu laufen. An Yak-Butter schien es nicht zu mangeln – an vielen Ständen waren riesige Mödeli aufgetürmt! Hochinteressant. Bloss der Geruch, der dadurch in der Luft hing, war für unsere feinen Näschen ein bisschen ungewohnt ;-o

Am nächsten Morgen spazierten wir zum Potala Palast. Der imposante auf einem Hügel gelegene Palast wurde 1645 unter dem 5. Dalai Lama fertig erstellt. Auf dem Weg zum Haupteingang liefen wir inmitten von zahlreichen Pilgern, die entweder betend, bzw. ihre Gebetsmühlen drehend den Palast umrundeten oder sich auf dem breiten Trottoir davor immer wieder auf den Boden warfen.

Nach dem Eingang zum Palast, mussten wir uns zuerst mal ziemlich viele Steintreppen hochkämpfen, bis wir zum rot angestrichenen Bereich gelangten, wo sich die Privatgemächer des Dalai Lamas befinden – gar nicht so einfach auf dieser Höhe! Dort führte uns der Guide durch die verschiedenen Kapellen und Grabmäler der verstorbenen Dalai Lamas und versuchte, uns die Bedeutung der unterschiedlichen Buddhas und Gottheiten näher zu bringen. Das war sehr interessant und eindrücklich – für uns allerdings auch ziemlich verwirrend und nicht immer einfach nachzuvollziehen. Vor beinahe jeder Statue und jedem Schrein steht eine grosse Yakbutter-Lampe, die von den Pilgern jeweils als Opfergabe wieder nachgefüllt wird. Dazu bringen sie einen Plastiksack mit Butterstücken, die sie in den Yakbutter-Lampen-Topf kippen, so dass die Kerzen darin unablässig brennen.

Das Dach des Palastes, von dem man eine ausgezeichnete Aussicht auf Lhasa hat, war leider gesperrt. Unser Guide erzählte uns von zuviel Gewicht für die alten Balken – allerdings standen auch überall chinesische Polizisten rum, so dass wir nicht ganz sicher waren, ob dies der eigentliche Grund war. Irgendwie ist es hier kaum vermeidbar, dass man ein wenig paranoid wird..

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Da verschiedene sich auf unserem Programm befindlichen Klöster und Tempel geschlossen waren, besuchten wir als Alternativprogramm das neue Kulturmuseum – gestiftet von der chinesischen Regierung zum 50jährigen Jubiläum der „Peaceful Liberation of Tibet“. Das Museum widmete sich verschiedenen Aspekten der tibetischen Kultur, wie etwa Kunst, Bräuchen oder Handwerk. Der „geschichtliche“ Teil der Ausstellung, war allerdings in erster Linie dem Versuch gewidmet, auf mehr oder weniger subtile Weise zu beweisen, dass Tibet historisch schon mindestens seit dem 12. Jahrhundert zum chinesischen Reich gehört.

Zumindest unser geschichtliches Verständnis sieht eher so aus, dass die chinesische Volksbefreiungsarmee Tibet seit 1950 besetzt hält. (in China “friedvolle Befreiung“ genannt.)
und der Dalai Lama, das für die Tibeter legitime politische und geistige Oberhaupt, deshalb im Exil lebt. Uns ist allerdings auch klar, dass dies hier vor Ort ein äusserst brisantes Thema ist, das wir im Gespräch mit Chinesen oder Tibetern tunlichst vermieden..

Am nächsten Morgen besuchten wir den Jokhan Tempel mitten in Lhasa. Er ist das heiligste Zentrum der Tibeter. Auch hier wieder dasselbe Bild wie gestern: Pilger, die sich auf den Boden werfen und unablässig ihre Gebetsmühlen drehen. Sehr ungewohnt für uns, diese volle religiöse Hingabe. Das Innere des Tempels war sehr belebt und obwohl in religiöser Mission unterwegs, waren die Pilger nicht gerade zimperlich auf ihrem Tempelrundgang – da wird schon auch geschoben und gerempelt. Allerdings waren die Platzverhältnisse auch ausnehmend eng. Die Mönche übernahmen eine Art Verkehrspolizisten-Rolle und winkten die Besucher sehr effizient durch die verschiedenen Tempelnischen – und im Nu war man wieder draussen. Auch hier durften wir nicht aufs Dach – war ebenfalls gesperrt.

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Also gingen wir vorerst wieder ins Hotel, um dann gegen den späteren Nachmittag noch einmal zurückzukommen – wir wollten noch auf dem „Barkhor“, dem Pilgerweg um den Tempel laufen.

Während wir im Hotelzimmer am Lesen waren, hörten wir Lärm auf der Strasse, der immer lauter wurde. Erst nahmen wir das nicht so ernst, doch dann bemerkten wir, dass der lebhafte Verkehr fehlte, also die Strasse gesperrt worden war. Auch rotteten sich immer mehr Leute zusammen und begannen unter Kampfschreien Geschäfte, Restaurants und schlimmer noch, sich verirrte chinesische Passanten, Auto- und Töfffahrer mit Steinen und Tritten zu attackieren. Wir waren ziemlich geschockt..

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Und dann klopfte es: Der Hotelmanager wies uns an, sofort zu packen und das Zimmer zu wechseln, weil dieses direkt auf die Hauptstrasse raus ging. Möglichst schnell stopften wir alles in unsere Rucksäcke und bezogen ein Zimmer im hinteren Teil des Hotels, der in der Nebensaison nicht besetzt ist. Zu unserem Erstaunen bekamen wir einen sehr komfortablen „Deluxe“-Raum. Hatten wir ja nix dagegen Und hier war es plötzlich auch unheimlich ruhig – wir bekamen gar nicht mehr mit, was abging..

So versammelten wir uns mit den anderen Gästen im Innenhof. Jeder wusste eine andere Story und die Gerüchteküche brodelte. Unter den Gästen befand sich auch eine Handvoll chinesischer Auslandtouristen. Die waren besonders geschockt und eingeschüchtert. Es hatte auch ein paar junge Backpacker, die in unserem Hotel gestrandet waren, weil sie wegen den ausbrechenden Unruhen nicht mehr in ihr Hostel zurückkonnten.

So standen wir ratlos und verunsichert auf dem Platz herum, während von Draussen immer lauter werdende Kampfgeräusche, Explosionen, Schreie und Schüsse nach Innen drangen. Über unseren Köpfen zogen immer dichtere, dunkle Rauchschwaden vorbei und es lag ein markanter Brandgeruch in der Luft – es hiess, die ganze Stadt stehe in Flammen.. Gegen Abend gab es ein „Not-Znacht“ unter freiem Himmel und bei kühlen Temperaturen.

Danach versuchten wir uns via Internet über die aktuelle Sachlage zu informieren. Doch bislang war noch nicht viel zu erfahren und kurz darauf war auch plötzlich die Verbindung weg. Auf Nachfrage bei der Reception hiess es, das Internet funktioniere in der ganzen Stadt nicht mehr. Später trafen wir einen Schweizer, der ebenfalls hier einquartiert war – und erfuhren, dass es in seinem Zimmer ein Netzwerkanschluss hatte, der – siehe da – sogar funktionierte. So konnten wir zumindest ein paar E-mails nach Hause schicken und alle vorwarnen, falls beunruhigende Nachrichten in der Tagesschau erscheinen sollten.

In der Nacht war es ruhig in unserem Zimmer und wir konnten einigermassen gut schlafen. Trotzdem hatten wir ein ungutes Gefühl und fragten mtu.edu uns , was mtu.edu uns wohl am Morgen erwarten würde.

Sobald es hell war, liefen wir zur Reception, um uns dort über die Situation zu informieren. Es hatten sich bereits viele Gäste in der Lobby versammelt, die alle auf die Strasse vor dem Hotel schauten. Auf das Bild, das sich uns da bot, waren wir dann doch nicht vorbereitet: Die Strasse sah aus wie nach einem Luftangriff, überall lag Schutt herum, viele Häuser waren nur noch ausgebrannte Ruinen, zahlreiche Shops und Restaurants waren zerstört und geplündert, rauchende Autowracks und überall viel Militär und mehrere Panzerwagen!

Unsere Reiseagentur hatte uns am Abend noch per E-Mail informiert, dass unser Guide vor Ort probieren würde, um 10 Uhr bei uns vorbeizuschauen und dass wir schon mal alles zusammenpacken sollten. Um 10 war aber keiner da, was uns nicht allzu sehr verwunderte – die Strassen waren ja auch komplett abgeriegelt durch das Militär und immer wieder fuhren Panzer und Lastwagen voll mit Soldaten vorbei.

Frühstück gab es wieder im Innenhof. Neue Gerüchte kursierten, u.a. dass alle Ausländer in Kürze ausgeflogen würden – neue Verwirrung! Irgendwann konnten wir unseren Guide erreichen. Er meinte, er könne nicht durch die Absperrungen und wir sollten einfach im Hotel bleiben.
Das war ziemlich trostlos. Die ganze Zeit einfach im Zimmer zu hocken und zwischendurch mal wieder rauszugehen um herauszufinden, ob jemand schon mehr weiss.

Zumindest konnten nun diejenigen, die bereits ein Flugticket aus Lhasa raus hatten, dies benutzen, mussten aber vom Militär an den Flughafen eskortiert werden – und dafür auch noch eine saftige Gebühr zahlen. Die Gestrandeten, die ihr ganzes Gepäck in einem anderen Hotel hatten, konnten nach wie vor nicht zurück – und waren dankbare Abnehmer der Gratis-Zahnbürsten, -Shampoos etc. aus unserem Deluxe-Zimmer.

Ansonsten passierte nicht viel und informiert wurde grundsätzlich schon mal gar nicht. Um 16.00 Uhr klopfte ein Zimmermädchen und meinte: „Change Hotel!“ – aha, also Hotel wechseln. Warum denn das? „change Hotel!“, „change Hotel!“ Die Informationen waren ja nicht sehr klar und ziemlich spärlich. Wir gingen deshalb zur Reception, um Genaueres zu erfahren. Offenbar sollten wir in ein Hotel etwas ausserhalb des Zentrums im chinesischen Teil der Stadt gebracht werden. Klang für uns eigentlich positiv und wir informierten unseren Guide telefonisch, über unseren neuen Standort. Er selber wohnte in der Nähe unseres aktuellen Hotels im Zentrum, wo immer noch Ausgangssperre herschte.

Bei einigen Gästen lagen die Nerven blank und sie waren misstrauisch, was den Hotelwechsel anbelangte. Ein australischer Ex-Soldat begann lautstark mit den Chinesen zu diskutieren und rief auch gleich den australischen Botschafter an. Wir wollten nicht paranoid werden und dachten, eine ungemütlichere Lage als hier, wo wir völlig isoliert waren, kann’s nicht geben.

Bis dann allerdings alle ca. 30 Touristen mit ihrem Gepäck in die wenigen Autos verfrachtet waren, dauerte es noch eine ganze Weile. In der Zwischenzeit rief noch der Schweizer Botschafter an, der kurz mit uns drei Schweizern sprach. Soweit sahen wir aber noch keine Notwendigkeit, um uns von der Botschaft ausfliegen zu lassen.

Schliesslich war alles verstaut und unser kleiner Konvoi konnte losfahren. Ganz langsam fuhren wir vorbei an den Trümmern, Ruinen, Autowracks und Panzerwagen, immer misstrauisch beobachtet von Hunderten von chinesischen Soldaten. Unglaubliche Bilder! Wir mussten mehrere Strassensperren passieren, bei denen die Gesichter der Wageninsassen immer genau gemustert wurden.

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Plötzlich sahen wir einen jungen kanadischen Traveller, der auch bei uns im Hotel übernachtet hatte, aber in sein Hostel zurückmusste, um seine Sachen zu holen, auf unseren Konvoi zulaufen. Offensichtlich wollte er auch mit uns ins andere Hotel fahren. Unglücklicherweise waren die Autos bereits dermassen vollgestopft, dass er kein Platz fand. Die Soldaten begannen rumzuschreien und bedeuteten ihm weiterzugehen – der Ärmste war ziemlich verunsichert und musste nun durch zahlreiche nervöse chinesische Soldaten mit Maschinengewehren in den Händen marschieren – eine sehr ungemütliche Situation! Unser Fahrer hielt schliesslich an und wir rückten noch ein weiteres Stück zusammen, damit er einsteigen konnte. Er zitterte und war froh, dass er bei uns im Auto sass.

Nach kurzer Fahrt waren wir aus dem Stadtzentrum raus und bogen bald darauf in die Einfahrt eines imposanten Fünfsternehotels ein. Da es mehrere, v.a. junge „Low-Budget-Reisende“ hatte, die sich immer nach den billigsten Zimmern und Dorms umsehen, entstand natürlich gleich etwas Unruhe. Die günstigsten Zimmer waren mit rund 2000 Yuen (ca. 300 Fr.) angeschrieben!

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Für die Mitarbeiter folgten ein paar ungewohnte Szenen. Gäste, die um die Zimmerpreise feilschten, die meisten von uns mit Wanderschuhen und nicht mehr so frischen Kleidern. Ein paar erkundigten sich, ob sie denn ihren Schlafsack in der Lobby ausrollen könnten. Für uns spielte der Preis glücklicherweise eine nicht so grosse Rolle – das musste eh das Reisebüro übernehmen. So konnten wir zumindest den Fünfsternekomfort sorglos geniessen.. Das Hotelmanagement zeigte sich aber kooperativ und bot ein Doppelzimmer schliesslich für 200 Yuen an und da sich einige das Zimmer zu dritt teilten, war der Preis für fast alle ok..

In der Zwischenzeit funktionierten weder Internetzugriff noch die internationalen Telefonverbindungen. Das war kein Zufall – schliesslich wollte man möglichst verhindern, dass sämtliche ausländischen Touris von ihren Erlebnisen hier berichten. Mit unserem Handy konnten wir jedoch T’s Bruder anrufen und erstmal Entwarnung geben, was unsere Lage anbelangte.

Ironischerweise kam am Abend auf dem einzigen englischsprachigen chinesischen TV-Sender eine Art Dauerwerbesendung für das Ferienland Tibet. Wir konnten es nicht fassen. Lhasa brennt und die Regierungssender wissen nichts Besseres als einen Dokumentarfilm über das schöne Tibet zu bringen! Nun konnten wir doch tatsächlich schauen, wie es so wäre im Tibet, wenn nicht gerade die Hölle los ist. Und anschliessend folgten die Nachrichten, dort wurde Lhasa ganz am Schluss erwähnt, nachdem zuerst ausführlich die Ernennung neuer Regierungsführer behandelt worden war.

Nach und nach reduzierte sich die Gruppe von gestrandeten Touristen. Die Einen konnten sich irgendwie ein Flugticket nach Nepal besorgen, während andere mit Zug oder Flugzeug zurück nach China wollten.

Als dann plötzlich wie aus heiterem Himmel unser Guide im Hotel auftauchte, waren wir schon ein wenig überrascht – aber natürlich auch froh! Er konnte gleich unsere Flugtickets nach Kathmandu organisieren und versuchte herauszufinden, ob sich das Militär und die Tourismus-Verantwortlichen einigen konnten, wie und wann die verbleibenden Touristen das Land verlassen können. Um 16.00 Uhr informierte er uns, dass wir am nächsten Tag um 11.30 bereit sein sollten und wir ins Flughafenhotel gefahren würden, um dann am übernächsten Tag nach Kathmandu fliegen zu können!

Gegen Mittag des nächsten Tages war es dann endlich soweit: Wir wurden von unserem Guide mit Fahrer abgeholt, um zum Flughafenhotel zu fahren. Auf dem Weg zum Flughafen passierten wir ca. 8 Checkpoints mit gefährlich und todernst aussehenden Soldaten, die jedesmal unsere Pässe genau studierten.

Jetzt galt es einfach noch die Zeit abzusitzen bis zu unserem morgigen Flug. Viel zu tun gab es im Airporthotel und Umgebung nicht gerade: Wir gingen mit Guide und Driver noch zu Mittag und zu Abend essen und brachten ihnen das Pokern bei – und sie versuchten uns, ihr tibetisches Kartenspiel zu zeigen, doch das verstanden wir nicht so ganz..
Als wir am folgenden Tag endlich einchecken konnten, waren wir schon sehr froh. Es dauerte zwar unendlich lange, weil jedes Gepäckstück einzeln gefilzt wurde nach was auch immer. Die Zöllner aber waren ungewohnt freundlich – wahrscheinlich wollte man zum Abschluss bei den Ausländern noch einen guten Eindruck hinterlassen.

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Schade, dass unser seeehr viel anders geplanter Aufenthalt in Tibet in eine Situation ausartete, die uns schon ein wenig erschreckt und auch nachdenklich gemacht hat. Wir werden die weitere Entwicklung in Lhasa und Tibet sicherlich mit grossem Interesse weiterverfolgen. Andererseits ist uns auch wieder mal bewusst geworden, dass es ein Privileg ist, in einem stabilen Land wie dem unseren zu leben.

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