Besuch in Bollywood

Mumbai (Bombay), 31. März bis 4. April 2008

Bei der Verabschiedung im Hotel „Ganesh Himal“ in Kathmandu erhielten wir noch einen weissen Schal (Kadar) umgehängt und wurden so mit buddhistischen Glückwünschen auf den Weg geschickt. Allerdings erst mit etwa 45 Minuten Verspätung, weil unser Taxi zum Flughafen  offenbar unterwegs mit einer Rikscha kollidierte. Am Flughafen hatten wir deshalb nicht mehr allzu viel Zeit: „Departure Tax“ zahlen, Einchecken, Zollkontrolle und dann direkt in den Flieger..

Rund eine Stunde später folgte der holprige Touchdown in Delhi. Bis zum Weiterflug nach Mumbai hatten wir mit 4 Stunden reichlich Zeit.- allerdings mussten wir feststellen, dass wir diese auch brauchten. Alleine der Wechsel vom „International Terminal“ zum „Domestic Terminal“ dauerte etwa 2 Stunden. Nach den Eincheck-Formalitäten mussten wir aber trotzdem noch eine Weile warten, da die meisten Flüge wegen starkem Wind Verspätung hatten.

Um ca 00.30 landeten wir schliesslich in Mumbai. Ein Taxifahrer, der so aussah, als ob er sich während der Nachtschicht mit Aufputschdrogen wachhält, raste mit uns in Rekordzeit nach „Colaba“ zum Hotel „Suba Palace“. Glücklich, den Flughafen-Transfer lebend überstanden zu haben, sanken wir um etwa halb zwei Uhr morgens erschöpft ins Bett..

Obwohl unsere Verdauungstrakte immer noch etwas unter einem obskuren Nepal-Virus litten, machten wir uns am Morgen auf, um die Gegend von Colaba zu erkunden. Der Colaba-Distrikt befindet sich ganz im südlichen Zipfel der Halbinsel, auf der Mumbai liegt und ist ein Touristenzentrum mit vielen Hotels und Restaurants, einem schönen, grosszügigen Quai (Marine Drive), dem sogenannten „India Gate“ (einer Art Triumphbogen), Parks und zahlreichen Kolonialgebäuden.

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In einem der Parks machten wir Pause und schauten eine Weile einem Cricket-Spiel zu. Cricket ist allgegenwärtig, sei es im Fernsehen, oder eben auf einem Platz oder in einem Park, wo man immer wieder weissgekleidete Inder bei diesem für uns noch nicht ganz plausiblen Spiel beobachten kann.

Mumbai’s Haupt-Touristenattraktion aber ist „Elephanta-Island“, eine ca. 9 km entfernte Insel mit eindrücklichen Höhlentempeln aus dem 4. Jh AD. Um dorthin zu gelangen, muss man zuerst rund eine Stunde durch den Hafen von Mumbai shippern und auf der Insel einen kleineren Hügel hochsteigen. In der Anlage (UNESCO Weltkulturerbe) hat es vier verschiedene Höhlentempel, wobei eigentlich nur der erste und grösste mit einer schönen Säulenhalle und kunstvollen Steinfiguren wirklich sehenswert ist.

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Damit war unser Sightseeing-Programm in Mumbai eigentlich auch schon abgeschlossen. Mumbai ist mit seinen 16 Mio Einwohner nicht wirklich eine Stadt, die zum gemütlichen Stadtbummeln oder zu ausgedehnten Shoppingtouren einlädt. Es war bereits sehr warm und es herrscht ein ständiges (Verkehrs)chaos, was es ziemlich mühsam macht, sich von einem Punkt zum anderen zu bewegen.

Da wir im Hotelzimmer Wi-Fi Empfang hatten, nutzten wir die Gelegenheit, um unsere kommende Namibia-Rundreise fertig buchen zu können. War nicht ganz einfach, alles so kurzfristig unter Dach und Fach zu bringen. Doch schliesslich konnten wir eine 23-tägige Self-Drive-Tour buchen, die alles beinhaltet, was wir uns für Namibia (und Victoria Falls) gewünscht hatten :-)

Am letzten Tag liessen wir uns von unserem „Stamm-Taxifahrer“ um ca. 15.00 zum Internationalen Flughafen fahren, wo rund 8 Stunden später unser Flug über Abu Dhabi nach Johannesburg geht – und von dort gleich weiter nach Windhoek, unserem Endziel. Wir machten uns also gefasst auf einen seeehr langen Tag, bzw. eine lange Nacht :-o Beim langen Warten in Mumbai trafen wir einen tibetischen Mönch, der als Flüchtling in Südindien lebt und nun auf dem Weg nach München  war, um dort in einem buddhistisch Zentrum zu unterrichten – zufälligerweise musste er denselben Flug nach Abu Dhabi nehmen wie wir. Nach unseren Erlebnissen in Lhasa hatten wir natürlich genügend Gesprächsstoff, um uns angeregt mit ihm zu unterhalten. So verging die Zeit sehr schnell..

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