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Stadtgeschichten – Teil 2
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Frau mit Kind auf dem Ruecken auf Mann wartend
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Guilin, 25. bis 27. Februar 2008

Das Programm an unserem Abreisetag von Hong Kong war sehr einfach: Packen – mit Shuttlebus zum Flughafen – auf Abflug warten. Der Hongkonger Flughafen ist riiesig – eigentlich eine kleine Stadt in sich selbst. So hatten wir auch keine allzu grossen Probleme, die verbleibenden 4 Stunden bis zum Boarding zu ueberbruecken. Wie in der Stadt selber, hatte es eine Unzahl von Restaurants (hier eher vom Typ Fastfood) und natuerlich Dutyfree- und Edelmarken-Shops, wo man hinschaute.

Ausnahmsweise waren wir leicht nervoes, was das Check-In anbelangte. Die Tickets fuer den Flug von Hong Kong nach Guilin hatten wir in Chiang Mai online bei der chinesichen “Dragonair” besorgt. Dummerweise war uns bei der Eingabe eines Nachnamens ein kleiner Tippfehler unterlaufen, den wir erst im Nachhinein entdeckten. Da bei E-Tickets immer nachdruecklich darauf hingewiesen wird, dass die Namen genau mit den Angaben im Reisepass uebereinstimmen muessen, und China auch nicht gerade bekannt dafuer ist, die Einreiseformalitaeten lasch zu behandeln, rechneten wir schon damit, im schlimmsten Fall nochmals ein Ticket poschten zu muessen..

Obwohl die nette Dame am Dragonair-Schalter kurz fragte, ob der kleine Unterschied zwischen E-Ticket und Pass fuer uns ok sei – was wir natuerlich bejahten ;-) –  konnten wir zu unserer Erleichterung problemlos einchecken.. Um 19.30 war Touchdown in Guilin, bei starkem Regen und tiefen Temperaturen (nochmals ca. 5 Grad kaelter als in Hong Kong!).

Da es in China nach wie vor relativ schwierig und kompliziert ist, individuell herumzureisen, insbesondere in den abgelegenen Gegenden, durch die wir auf unserem Weg nach Nepal kommen, kontaktierten wir bereits vor einiger Zeit die Reiseagentur in Bejing, die fuer R schon vor vier Jahren ein sogenanntes  “Minipackage” organisiert hatte. Die Damen von der Agentur freuten sich total, dass wir uns wieder gemeldet hatten und stellten uns ein entsprechendes Paket zusammen, in dem v.a. die Organisation von Transport- und Unterkuenften enthalten ist. D.h. wir werden jeweils an Flughafen, Bahnhof oder Busstation abgeholt, zur reservierten Unterkunft gefahren und koennen dann wieder individuell oder mit einem Guide auf Erkundungstour gehen. Dies ist eine sehr bequeme Moeglichkeit, um einigermassen stressfrei und immer noch auf eigene Faust und nicht in einer Reisegruppe herumzureisen. Der Komfort eines solchen Packages hat zwar auch seinen Preis, doch nach siebeneinhalb Monaten individuellem und manchmal auch anstrengendem Reisen wollten wir uns das goennen.

Die Einreiseformalitaeten war sehr schnell erledigt (das Visa hatten wir bereits in Chiang Mai eingeholt), Nun duerfen wir 30 Tage in China bleiben. Am Flughafen wartete Amy mit einem Schild auf uns und hiess uns willkommen. Auf dem Weg zum Hostel besorgten wir uns bei einem ATM die ersten Yuen – klappte alles wunderbar..

Amy versorgte uns auch gleich mit Informationen und Tips ueber Guilin. Mit dem fuer uns gebuchten Hostel waren wir allerdings nicht allzu zufrieden. Erstens waere dies in Anbetracht der vielen Unterkunftsmoeglichkeiten in Guilin nicht gerade unsere erste Wahl gewesen (sehr einfaches, duesteres Zimmer mit Plumpsklo, tropfendes Dach und uebelriechendes Gemeinschaftsklo),  zweitens fanden sie unsere Reservation erst nach Rueckfrage bei der Reiseagentur und drittens mussten wir am Morgen das eigentlich inbegriffene Fruehstueck vorerst mal selber berappen.. :-(

Das war kein allzu guter Start und etwas verstimmt schrieben wir daraufhin der Reiseagentur in Peking ein laengeres Mail. So gehts ja wohl nicht. Da buchen wir ein einziges mal ein Package und prompt klappt es nicht :-o

Zumindest hatte es im Hostel eine Self-Service Waschmaschine/Tumbler, die wir gleich benutzten. Allerdings mussten uns die Damen vom Hostel ein wenig zur Hand gehen, da die Apparate nur auf Chinesisch angeschrieben waren. Die meisten Geraete, Fernbedienungen etc. sind nur mit chinesischen Schriftzeichen versehen. Wir mussten schon oefters jemanden zu Hilfe holen, der uns z.B. die Heizung im Zimmer richtig einschalten konnte.

Und dann ging’s auf unsere erste Sightseeingtour in China. Leider war es ziemlich kalt und es blies ein kraeftiger, unangenehmer Wind – aber immerhin regnete es inzwischen nicht mehr. Wir hatten uns fuer den Anfang nicht allzu viel vorgenommen, auch weil wir nach zwei Monaten Thailand, dem Land des Laechelns mit seinen zuvorkommenden Leuten, damit rechneten, zuerst mal mit einem kleinen Kulturschock fertig werden zu muessen. China erscheint uns von all den bisher besuchten Laendern als das Fremdartigste. Die praktisch unueberwindliche Sprachbarriere und das deutlich spuerbare Fehlen von westlichen Einfluessen sind nur zwei Dinge, die uns in erster Linie aufgefallen sind..
Kaum hatten wir das Hostel verlassen und uns unter die Passanten gemischt, machten wir Bekannschaft mit einem typischen Geraeusch: Von allen Seiten “choderte” es kraeftig ;-)  Aber auch die Einheimischen schienen uns offenbar fuer ziemlich seltsam zu halten – jedenfalls wurden wir oft verwundert und neugierig angestarrt – und nicht nur von kleinen Kindern – aber daran muessen wir uns halt wieder gewoehnen. Guilin hat uebrigens rund fuenf Millionen Einwohner, gemaess Amy eine “kleine” Stadt in China :-o

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Bei einigen Restaurants, an denen wir vorbeikamen, standen mehrere kleinere Bottiche vor der Tuer, in denen verschiedene Fische, Crevetten oder Schildkroeten rumschwammen und in einem kleinen Kaefig entdeckten wir mehrere pelzige Dinger, die irgendwie wie uebergrosse Hamster aussehen (sowas haben wir noch nie gesehen :-o. Als Gast kann man dann wohl rausgehen und im ”point and eat“ Stil sein Essen auswaehlen..

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Wir spazierten bis zu einer von Guilin’s Hauptattraktionen, dem ”Elephant Hill“。 Das ist ein ca. 200 Meter hoher Karstfelsen, bei dem ein Felsbogen in den Fluss hineinreicht und der mit viel Fantasie so aussehen soll wie ein Elefant, der seinen Ruessel zum Trinken ins Wasser streckt. Die Chinesen haben eine Vorliebe fuer solch malerische Bezeichnungen von geographischen Besonderheiten. Allerdings braucht man, um das nachvollziehen zu koennen, entweder einen Tourguide oder eben eine ausnehmend lebendige Fantasie :-)

Dort mussten wir einen kleinen Eintritt bezahlen und konnten dann im sehr schoen angelegten Park rumwandern und auch den Felsen besteigen, von dem man eine schoene Aussicht auf Guilin, den Li River und auf die Karsthuegel im Hintergrund hat.

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Beim Zuruecklaufen entdeckten wir bei einer winzigen Strassenbeiz kleine Tontoepfchen mit Reis, die auf einer Art Grill warmgehalten wurden. Daneben hatte es verschiedene Toepfe mit Gemuese oder Fleisch.. Hmm, sah sehr appetitlich aus, so dass wir uns mit Zeichensprache gleich ein feines Zmittag zusammenstellten. Klappte bestens und war sehr fein. Die Einheimischen machen zwar gewisse Handzeichen, die wir noch nicht so ganz kapieren. Wie wir inzwischen gelernt haben, bedeutet z.B. das bei uns als ”Hang Loose“ bekannte Zeichen (Daumen und kleiner Finger ausgestreckt) die Zahl sechs..

Zurueck im Hostel checkten wir nochmal unsere Emails und siehe da, das Reisebuero hatte geantwortet und es war ihnen sehr unangenehm, dass nicht alles zu unserer Zufriedenheit verlaufen war  – so dass sie mit uns so bald wie moeglich den weiteren Ablauf der Tour nochmals telefonisch besprechen wollten…

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